Aktuelles
aus der Gemeinde Köln - Worringen
Flut der Liebe und Einladung zur Treue…Mittwoch, 03.09.2008
…so könnte man dem Gottesdienst die Überschrift geben, den Apostel Franz-Wilhelm Otten am Mittwoch, den 03. September, in Köln-Worringen gehalten hat, zu dem auch die Nachbargemeinde Dormagen eingeladen war.
Den Gottesdienst stellte der Apostel unter das Bibelwort Psalm 89, Vers 9:
„HERR, Gott Zebaoth, wer ist wie du? Mächtig bist du, HERR, und deine Treue ist um dich her.“
Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Apostel auf das vom Chor gesungen
Lied ein:
„…was kann köstlicher sein, als dir sich in Liebe verbinden? Liebe wie groß ! Durchflute mein Herz und mein Leben…“ (Chormappe Nr. 194)
Möge die Liebe uns durchfluten. Eine Flut ist etwas Großen, Mächtiges, Gewaltiges, erfasst und durchströmt alles.
Die Liebe kann sich aber auf unterschiedliche Weise zeigen:
- Jesus stellte Petrus die Frage, hast du mich lieb?, ohne ihn an seine Schwachheiten zu erinnern. Jesus erhob in
ihm die Liebe, die ihn fortan durchfluteten sollte.
- Jesus trat Paulus in den Weg und hinderte ihn an seinem falschen Tun, indem er erblindete und zu Boden stürzte.
Dann stellte Jesus sich ihm vor: “Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst…“ Damit stellte Jesus Paulus auf
den richtigen Weg.
- Jesus begleitete die enttäuschten Emmausjünger auf dem Weg ohne das sie ihn zunächst erkannten. Er näherte
sich ihnen behutsam im Gespräch und richtete ihren Blick wieder in die richtige Richtung. Seine Liebe
durchflutete sie auf diese Weise so, dass sie ihn daran erkannten.
Anschließend ging der Apostel auf das dem Gottesdienst zugrunde gelegte Bibelwort ein:
Treue zeigt sich z. B. in Beständigkeit, Dauerhaftigkeit und Verlässlichkeit. Treue hat auch etwas mit Vertrauen zu tun. Wer treu ist, dem kann man auch vertrauen, auf den kann man sich verlassen. Man wird nicht enttäuscht.
Die Treue Gottes
Das Wesen Gottes ist Treue. Die Treue Gottes zeigt sich uns:
- in den Naturgesetzten, mit denen die ganze Schöpfung Gottes erhalten bleibt. Der Bund Gottes: „...so lange
die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
(1. Mose 8, aus 22)
- in den Sakramenten, die uns in die Nähe Gottes führen und darin bewahren.
- in den Verheißungen.
- im Beistand des täglichen Lebens.
So kann man von jeder Perspektive Gott als den Treuen erleben. Denn: „ ... deine Treue ist um dich her.“
Unsere Treue
Wir wollen auch treu sein. Treue
- im Gebet. Das Gleichnis der „Bittenden Witwe“ wählte Jesus ganz bewusst, um die Auswirkungen der
Beständigkeit im Beten deutlich zu machen. Die Witwe ließ – wie es der Bezirksapostel am vergangenen
Sonntag ausdrückte – nicht locker.
- in der Nachfolge. Jesus weist an vielen Stellen auf die Wichtigkeit der Nachfolge hin, z.B. in dem Hinweis: „Will
mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“ (Matthäus 16,24)
Das muss täglich sein, also immer.
- im Opfer. Auch Versöhnung kann Opfer bedeuten.
- im Dienen. Wer dient wird die Zusage Gottes erleben: „Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir
dienen wird, den wird mein Vater ehren.“ (Johannes 12,26)
- im Warten auf den Tag des Herrn. Wenn man lange wartet, sich aber nichts tut, dann kann es mühsam
werden und die Freude verloren gehen. Aber der Herr kommt ganz gewiss. Auch darin treu bleiben!
Wer Gott gegenüber treu bleibt. dem bleibt Gott auch treu. Das zeigt sich in der Hilfe Gottes sowohl auch dem Glaubensweg aber auch auf dem Lebensweg. Beide Wege sind schließlich miteinander verbunden zu einem Weg. Auf diesem führt uns der Herr ans Ziel.
In Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl machte der Apostel deutlich, dass wir auch in der Gnade und Vergebung der Sünden seine Treue bis heute erleben durften. Wir konnten immer wieder mit der gleichen Schuld kommen. Wir wurden nie zurückgewiesen. Unsere Treue soll aber auch darin bestehen, dass wir uns bemühen, die Sünde zu überwinden.
Weitere Eindrücke unter Galerie.
Lothar Nau
